Tag 13: Verona

Um den Balkon von Julia zu sehen, stürze ich mich ins Gewühl. Ist wie zuhause, nur führt diese Schildergasse nicht zum Dom, sondern zur Via Capello.

Hier bin ich raus: um den berühmten Balkon sehen zu können (der sowieso Fake ist) müsste ich mich noch durch diese Gasse quetschen, das muss nun wirklich nicht:

Was in Köln die Liebesschlösser sind, ist hier diese Hauswand nebst Pfeiler am Torbogen kurz vor dem „Balkon der Julia“. Hier dokumentieren die Romantiker (?) ihre Liebe unter anderem auf Kaugummis und Pflastern:

Aber diese alten Amphitheater lieben wir alle, oder?

Kann man stilvoller Löcher in die Luft starren?

Bis zur Verladung am Zug bleiben noch 2 Stunden Zeit; ich suche weniger belebte Straßen auf, laufe, schaue, finde ein paar neue Freunde:

Diese bewachen den Platz vor dem Amphitheater und wollen gar nicht mit mir befreundet sein. Der Platz ist außerdem mit Betonklötzen gegen Gefährder in geklauten LKWs geschützt. Tja.

Ich Dich auch

Verona ist schön; nach 2 Wochen voller unterschiedlicher Bilder und Orte und mit dem Zug im Nacken habe ich allerdings kaum noch Aufnahmekapazitäten für all das hier. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: nächstes Jahr schon werde ich wieder hier sein und ein wenig mehr Zeit und viel mehr von Verona haben.

Gegen 13.30 fahre ich zum Bahnhof. Die sind sehr freundlich hier und lassen uns Frühankömmlinge gleich auf den Transportwagen fahren.

Mittlerweile erkläre ich denen, wie ordentlich verzurrt wird – Reisen bildet 🙂

Im Zug sind wir zu dritt im 5er-Abteil, Glück bis zuletzt. Einer meiner Mitreisenden ist Kölner und hat sehr darunter zu leiden, dass der FC gerade 0:3 gegen Augsburg verliert.

Morgen schon zuhause – und tatsächlich freue ich mich darauf: selber kochen, wissen wo alles ist, sich bei dem vorausgesagten Mistwetter im eigenen Palast einkuscheln, lesen, Filme gucken…

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