Tag 5

Das Wetter wird heute umschlagen, aber noch ist davon nichts zu sehen. Nach dem Frühstück spaziere ich hinauf zur „Wilhelmshöhe“. Ein Weg hinter dem Hotel führt mitten durch den Weinberg zu diesem Aussichtspunkt.

 

 

Während ich hier sitze und auf den See und die nordwestlichen Alpen mit dem Säntis schaue, rollt eine kleine Gruppe auf Segways heran. Der Guide erzählt so interessante Dinge wie:

  • der Bodensee wird zwar vom Rhein durchflossen, mischt sich aber nicht mit ihm. Soll am PH-Wert liegen. Das heißt, wenn ich die richtige Stelle treffe, pinkle ich nicht in den Bodensee, sondern nur in den Rhein? Ich behalte die Frage vorsichtshalber für mich…
  • In den Sechziger Jahren war der Bodensee zum letzten Mal komplett gefroren, so dass Autos darauf fahren und kleine Flugzeuge darauf landen konnten. Das passiert relativ selten, weil es dazu zwölf Wochen lang nicht wärmer als -10° werden darf.

 

 

Später laufe ich am See entlang nach Meersburg und komme auch am Weinberg des Herrn vorbei.

Das kleine Meersburg ist trotz des mittlerweile nassen Wetters touristisch gut besucht.

Burg Meersburg

Bei einem Italiener in der Fußgängerzone esse ich richtig schlecht gemachte Käsespätzle. Selber schuld, wer bestellt auch Käs Spätzle beim Italiener? Es regnet sich ein und ich spaziere zwischen See und Weingütern zurück nach Hagnau.

Vor dem Hotel lerne ich Thomas kennen, einen ehemaligen Profi Musiker, der unter anderem bei Marla Glen in die Tasten gehauen hat und im Zimmer neben meinem wohnt. Er hat den Rock’n’Roll zugunsten einer gesünderen Lebensweise aufgegeben und arbeitet jetzt unter anderem als Musiklehrer. Und ist zum Radfahren hierher gekommen.

Völlig unbeabsichtigt werde ich ihn später noch mit dem SUP-Virus infizieren 🙂

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