Tag 14: Sonniger Sonntag

Nach der Ankunft in Düsseldorf müssen wir fast eine Dreiviertelstunde warten, bis der Transportwagen von Euro Express zum Entladen bereit steht. Das ist neu für mich, bei der ÖBB haben die das bisher recht nahtlos hinbekommen.


Müde und verfroren steht man am Gleis. Bah, ist das kalt hier im Norden.

Ich nutze die Zeit, um wach zu werden. Als wir endlich seitlich des Transportwagens zu unseren Motorrädern gehen können, kracht plötzlich ein paar Zentimeter neben meinem Kopf einer dieser Feststeller aus Stahl von der oberen Verladerampe zu Boden. Oben fuhren noch Autos von der Rampe und es war vielleicht keine so gute Idee, uns schon da langgehen zu lassen. Ich drehe mich wegen des Krachs eher interessiert nach dem Ding um und blicke in das völlig entsetzte Gesicht des Engländers, mit dem ich mich gerade noch über unsere Reisen unterhalten habe. Der zeigt mir mit zwei Fingern, wie knapp das war, aber ich kann ihn nur debil angrinsen, so verschlafen bin ich noch.

Das höhere (kölsche) Wesen hat immer noch ein Auge auf mich und lässt es sonnig und trocken sein, als ich nachhause fahre. Trotzdem komme ich völlig durchgefroren hier an und nehme erst mal ein heißes Bad.

HOME SWEET HOME

Dann gehe ich frühstücken auf der Severinstrasse und versuche, auch geistig langsam anzukommen.

Um ein paar Sachen zu kaufen, mit denen ich meinen leeren Kühlschrank dekorieren kann, laufe ich bei schönstem Wetter quer durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof und finde Köln – so frisch angekommen – ganz wunderbar. Mein Blick auf die Straßenzüge ist irgendwie erneuert und ich kann die Stadt fast wie ein Tourist sehen.


Gell, Schatz? Ist schön wieder zuhause.

Ein Gedanke zu „Tag 14: Sonniger Sonntag“

  1. Interessante Berichte und schöne Bilder. Regt auf jeden Fall zum selber machen an. Ich bin gespannt auf 2018.

    Herzlichen Gruß Max

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