…Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg…

Auf meinem Weg in den Süden von Italien fahre ich heute über die Amalfiküste bis nach Eboli.

Noch einmal Durchschnaufen am Beginn der Amalfitana:

 

Im Hintergrund: der Vesuv

 

Und dann erfüllt die Strecke zu Einhundert Prozent alle Versprechungen als vielgerühmte Küstenstrasse.

 

 

 

Ich habe Glück und nennenswerten Verkehr erlebe ich nur auf den ersten Kilometern. Den größten Teil der Strecke kann ich entspannt um die Kurven segeln und die sich immer wieder verändernde Aussicht genießen. Das dürfte stundenlang so weitergehen…

 

 

 

Pause und Fahrbier in Minori.

Wo es nach einem leckerem Risotto wunderschöne handgemachte Keramik zu sehen gibt:

 

Immer noch eine treue Begleiterin: die gute Giorgio Armani aus 2001(!), die über die Jahre  langsam zu einem echten Schnäppchen geworden ist.

Mein Fazit am Ende dieser herrlichen Küstenstraße: Die Amalfitana ist mit 50 Kilometer Länge mindestens 50 Kilometer zu kurz.

In Eboli ist das leicht zu findende Hotel am Rand des Zentrums von außen ein verfallener Kasten und von innen erstaunlich luxuriös. Und die Küche des Hauses ist von bemerkenswerter Qualität; am Abend esse ich hier u.a. die besten Ravioli (Artigianale!) meines bisherigen Lebens.

Diese Tapete in meinem Zimmer, die ein von der Sonne auf die Wand gezeichnets Schattenmuster simuliert, hat es mir besonders angetan.

 

 

Auf dem Platz der Republik im Zentrum von Eboli:

Zu dieser Zeit sind nur wenige Menschen hier unterwegs: ein paar Einheimische, die mit ihren Hunden Gassi gehen, Jugendliche beim abendlichen Posing, und möglicherweise ein paar italienische Touristen. Aber eigentlich habe ich das Gefühl, der einzige Fremdkörper zu sein. Die Saison hat noch nicht begonnen und der größte Rummel geht an diesem Abend von einer Wahlparty zur Europawahl aus.

In den Nebenstraßen des Zentrums wundere ich mich über den angenehmen Duft, der in der Nachtluft liegt, und irgendwann habe ich es begriffen: die hiesigen Alleen bestehen (natürlich!) aus Orangenbäumen. Das hatte ich in der Dunkelheit zunächst gar nicht bemerkt.

 

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