Teil 2: Bretagne

Nach 3 Tagen in Carcans Plage geht es zunächst weiter nach La Rochelle (wo keine Fotos entstanden sind).


Nach einer Nacht in La Rochelle, das ich als ganz hübsch in Erinnerung habe, bin ich hier auf dem Weg nach Pornichet im Südosten der Bretagne.

In Pornichet: nach Zeltaufbau und Abendessen auf dem Campingplatz mache ich noch einen Strandspaziergang und sehe zwei ominöse Gestalten in Tauchanzügen, aber kein weiteres Equipment weit und breit.

So wohnen die hier also… pöh, dafür hab ich Klosterblick

Für Großansicht auf die Bilder klicken, Blättern mit den Pfeiltasten oder auch (auf  Mobilgeräten) wischen:

(Auf dem Weg von Pornichet nach Quimper: An Kirchen mangelt es dieser Gegend nicht.)

In Quimper treibt mich das Schicksal diesem Hotel im Zentrum zu; einfach weil es nach einer ganzen Weile des innerstädtischen Herumkurvens der erste Platz ist, wo ich die Honda abstellen kann.
Zum Zelten ist es heute ohnehin etwas kühl.

Nachdem ich im Hotel eingecheckt und ausgiebig den Luxus einer eigenen Dusche genossen habe, ist es immer noch früh am Abend und ich schaue mir die Altstadt von Quimper an…

… die sehr schön ist. So sehr ich Köln liebe, hübscher ist es an vielen Orten.

Die nächste Station ist Morlaix und auf dem Weg dorthin erlebe ich die Bretagne von ihrer besten Seite.

Herrliches Wetter und immer mal wieder so ein Meeresarm, der ins Land hineinreicht. Während einer kleinen Pause halte ich Zwiegespräch mit der Kuh Liesl und finde das Auto von Albert, der nicht übertrieben reinlich zu sein scheint, aber trotzdem geliebt wird, schön.

Nachdem ich durch den „Parc naturel régional d’Armorique“ gefahren bin und Mittagspause in Brest gemacht habe, komme ich gegen 17 Uhr in Morlaix an. Und habe noch eine Stunde Zeit totzuschlagen, bevor um 18h das Hotel du Port die Pforten öffnet.

Zeit, mal zu schauen, was die örtliche Patisserie zu bieten hat. Nach einem Kuchen, der so extrem süss ist, dass ich nach der Hälfte aufgebe, sitze ich auf einer Bank auf dem Marktplatz in der Sonne…

… und sehe einer großen, sehr gemischten Motorradtruppe zu, die gerade dabei ist, den Platz geordnet zu verlassen. Im Hintergrund des Platzes ist das große Viadukt zu sehen, das mitten durch die Stadt führt und Teil der Bahnstrecke Paris-Brest ist. Neben dem markanten Viadukt sorgt u.a. der vom Meer kommende Kanal, der genau vor meinem Hotel endet, für den besonderen Charme dieses Ortes. Vor dem Hotel du Port lerne ich später noch ein neuseeländisches Paar kennen, das zusammen mit mir eincheckt und seit Paris mit einem Mietwagen das Land erkundet.

wenige Kilometer vor dem Cap Frehel

Am nächsten Tag geht weiter Richtung Saint Malo – mit einem längeren Stop am Cap Frehel:

Das Cap Frehel ist ein unglaublich schöner Platz zum Wandern, Schauen, Zelten….(letzeres ist hier leider nicht erlaubt). Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach Saint Malo, wo ich noch vor Sonnenuntergang ankomme und wieder einmal ausgesprochen lecker speise. Im Restaurant nebenan kellnert Johnny Depp.

Die Hafenstadt Saint Malo beeindruckt mit ihrer Altstadt und den sie umgebenden, immer noch sehr wehrhaft wirkenden Festungsmauern.

Am nächsten Morgen beim Frühstück lässt dieser Kartenausschnitt Vorfreude aufkommen. Grün = besonders schöne Strecke!
Mein Weg soll mich heute über Mont Saint Michel bis zum Omaha Beach führen, in dessen Nähe ich heute Abend mein Zelt aufschlagen möchte.

Und wieder so ein nettes Kirchlein am Weg.

Mittags komme ich am Mont Saint Michel an:

Ich bin verbotenerweise so nach wie möglich herangerollt, eigentlich war für sämtliche Fahrzeuge schon 1,5 km vorher an einer Schranke Schluss. Auf meinen zwei schmalen Rädern und wegen des ganzen Gepäcks hintendrauf habe die kleine Schranke eher als Empfehlung interpretiert und bin langsam weitergefahren, bis zwei Ordner, die ich zu Aufpassern für mein Motorrad umwidme, schließlich unausgesprochen meine Fahrt beenden. Das letzte Stück bis zur Gemeinde „Mont Saint Michel“ muss zu Fuß zurückgelegt werden. Es verkehrt auf diesem letzten Abschnitt zur Not auch ein Busshuttle, aber der kommt mir bei diesem Wetter irgendwie albern vor. Ausserdem macht es Freude, die Klosterinsel langsam immer näher rücken zu sehen.
Der Berg und seine Bucht gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Geschafft! – Darauf erstmal ein Selfie für die WhatsApp-Gemeinde daheim.
Motorradfahren macht ja mehr so von innen schön 😉 Wie es sich hier aktuell wohl so lebt als Ordensbruder?


Entspannt geht es weiter auf dem Weg zum nächsten Ziel: dem Omaha-Beach.
Gleich bin ich also schon in der Normandie