Ausrüstung

Nun war ich schon einige Male mit der Honda jeweils für ein paar Wochen unterwegs und habe nach jeder Reise meine Ausrüstung optimiert bzw. ergänzt. Beim ersten Mal war ich noch ohne Zelt & Co. unterwegs, und eine Gepäckrolle und ein winziger Tankrucksack haben ausgereicht, um von Hotel zu Hotel zu ziehen. Mittlerweile liebe ich die Unabhängigkeit, die eine eigene Behausung mit sich bringt. Ganz abgesehen von den Orten, an denen sich so ein Zelt aufstellen lässt. Und so sind neben Zelt, Isomatte und Schlafsack mittlerweile auch ein Kocher und notwendigerweise weitere Gepäckstücke dazugekommen. Hier findet Ihr eine Liste der Dinge, die mich unterwegs begleiten dürfen. Wenn Ihr Anmerkungen, Fragen oder eigene Erfahrungen mit den hier genannten Ausrüstungsgegenständen habt, oder wenn Ihr gute Alternativen kennt, die Euch begeistert haben, freue ich mich über Euren Kommentar oder eine E-Mail.


Salewa Denali II

Salewa Denali II

ist ein kleines, leichtes und schnell aufgebautes Kuppelzelt mit 2 Apsiden, das nicht die Welt kostet. Hatte ich probeweise gekauft, um erst einmal herauszufinden, ob Zelten überhaupt etwas für mich ist. Für eine Person mit Gepäck reicht es zum Schlafen aus. Wenn es mal hinüber ist, würde ich aber eine etwas größere Variante wählen.

Durch den Abstand zwischen dem netzartigen Innenzelt und dem wasserdichten Außenzelt und dank der beiden Lüftungsstege ist es super belüftet. Es beansprucht nur wenig Platz, sowohl im Gepäck als auch im aufgebauten Zustand. Innen hat es neben 4 Seitentaschen auch noch ein Ablagenetz, das unter dem Zelthimmel eingehakt werden kann. Sehr praktisch, auch weil man seine Socken zum Lüften daran baumeln lassen kann 😉 .

Ich lege in jedem Fall ein Groundsheet darunter, damit spitze Steine mir keine Löcher in den Zeltboden bohren und um Bodenfeuchtigkeit von mir fernzuhalten. Es hat schon einigen Regenfällen bravourös standgehalten und seit ich das weiss, genieße ich das Geräusch von Regen, der auf mein Zelt prasselt – eingekuschelt in meinen Schlafsack – fast ebenso, wie das Rauschen der Meeresbrandung.

 

 

Thermarest Pro

Auf dieser (fast) selbstaufblasenden Isomatte liege ich gemütlich und schlafe sehr gut. Sie isoliert bestens gegen Kälte von unten und kann nach Bedarf etwas weicher oder härter gemacht werden – je nachdem, wieviel Luft man ihr gönnt. Diese hier ist mit 1,95 m Länge und 80 cm Breite im oberen Bereich für mich sehr komfortabel. Wenn ich einen Platz zum Zelten gefunden habe, packe ich zuerst die Matte aus, damit sie sich schon mal mit Luft füllen kann, während ich das Zelt aufbaue. Bevor ich sie dann ins Zelt lege, blase ich noch 3-4 x hinein, dann ist sie für mich perfekt.

therm-a-rest-trail-pro

 

yeti-tension-comfort-600

 

Yeti Tension Comfort 600

Mein Lieblingsstück! Herrlich leichter und kuscheliger Daunenschlafsack, in dem ich auch bei einstelligen Temperaturen noch nicht gefroren habe. Mit den Tunnelzügen in Kapuze und Halsbereich kann ich mich bei Kälte* richtig gut einschnüren und muss kein Grad Körperwärme nach draussen abgeben.

*also was ICH so kalt finde… Bei eisiger Kälte bzw. im Winter habe ich bisher noch nicht gezeltet.

marie-im-yeti2

 

Ortlieb Rackpack 49 l

´ne Gepäckrolle eben. Wasserdicht, unkompliziert zu packen und dank der Rokstraps noch leichter am Motorrad zu verzurren. Während die Satteltaschen über Nacht meist am Motorrad bleiben, darf die hier mit ins Zelt. Hier sind hauptsächlich meine Klamotten und mein Waschzeug drin.

 ortlieb-rackpack

 


enduristan-monsoon3

Enduristan Monsoon 3

Enduristan Monsoon 2

Auf der Suche nach einer Koffer-Alternative habe ich diese Taschen gefunden: sie sind einfach am Bike zu befestigten, haben ein geringes Eigengewicht und es passt einiges hinein! Für die Honda brauche ich nicht mal Gepäckträger. Gut finde ich zwei Dinge: durch die ingegrierten Rokstraps lassen die Taschen sich rutschfest aber elastisch befestigen. Die dem Motorrad zugewandten Seiten sind zudem mit einer Oberfläche ausgestattet, die ein Verkratzen der Auflagefläche am Motorrad verhindern. (So lange kein Steinchen dazwischen gerät 😉 ).

Eher schlecht finde ich die von Enduristan selbst gerühmte Abriebfestigkeit. Den Sturz auf Korsika und sogar einen relativ sanften Umfaller in Kölner Gefilden haben die Taschen mit deutlichen Spuren und Materialrissen bis durch die Innenhaut quittiert. Auf Nachfrage bei Enduristan wurde mir ein teures Ausbesserungsset angeboten, das man auch standardmäßig dazukaufen kann. Ich hätte mehr Robustheit erwartet und würde die Taschen daher nicht für den Offroad-Einsatz empfehlen.


Die Rokstraps (Spanngurte)

Eine geniale Erfindung, könnte von mir sein….

„Set it and forget it“ las ich in einer Rezension. Das trifft es ziemlich genau. Die Gurte werden einfach mit den Schlaufen am Motorrad befestigt, über dem Gepäck per Klickschnalle verbunden und nachgezogen, das war´s. Man muss weder nachspannen noch sich Sorgen über eventuell verrutschendes Gepäck machen. Die Dinger sind einfach klasse!

rok-straps

 
 
 

Helihelinox-chair-one

 

Helinox Chair One

Mit Möbeln reisen? Fand ich zunächst albern bis absurd. Für diesen Stuhl mit dem sensationell kleinen Packmaß mache ich von Herzen gerne eine Ausnahme:

Der Helinox hat die Qualität meiner Reisen auf ein neues Level gehoben! Die Möglichkeit, auch vor dem Zelt einigermaßen bequem sitzen zu können, hat erst dazu geführt, dass ich für den Kaffee am Morgen nicht automatisch das nächste Café ansteuere, sondern mir bei Bedarf mein Frühstück direkt am Zelt bereite und es dort auch genießen kann.

Vorher bin ich auch bei einem schönen Sonnenuntergang schon mal ins Zelt verschwunden, um endlich bequem liegen zu können. Vor dem Zelt auf dem Boden zu hocken ist wirklich nur eine sehr begrenzte Zeit lang nett. Auf diesem Stuhl hingegen hält man es lange aus. Soweit ich weiß, der zurzeit (Sommer 2016) leichteste und kleinste (bequeme) Stuhl, den es gibt.

 

 

 


2 Gedanken zu „Ausrüstung“

  1. Hallo,
    ich habe heute deine Seite gefunden. Gute Beschreibung, schöne Bilder weiter so.
    Nach vielen Motorradjahren habe ich mir zu meiner BMW auch noch eine ältere CB 500 gekauft. Wenig KM aber viel vermurkst an diesem Motorrad.
    Jetzt ist diese fahrbereit und sollte als Leichtmotorrad nach und nach meine BMW ersetzen. Deine Berichte geben mir den Mut dazu.
    Danke und viele Grüße
    Paul

    Antworten
  2. Hallo Marion,

    öhnlich wie Dir mit dem Motorradfahren ist es mir 2008 ergangen.
    Führerschein gemacht und CB 500 gefunden, und dann mit Zelt ab in den Urlaub.
    Die Normandie war mein erstes Ziel, dann mal die Schweiz und ein bisschen hier in Deutschland
    und mit dem nächsten Motorrad, der Yamaha XJR 1300, war ich wieder in D viel unterwegs.
    Mir gefällt Deine Seite sehr gut und ich wollte so was auch immer mal erstellen…werde es wohl doch noch tun.
    Derzeit gewöhne ich mich an BMW r1100r, auch schön niedrig und nicht zu teuer und nicht zu schwer.
    Aber keine Sorge, meine erste, die gute alte CB500 aus 1995 bleibt immer bei mir.

    Danke für die Tipps zur Ausrüstung, sehr praktisch und wichtig…

    Bin im Honda- Forum unter cb499PC26 zu finden oder bei facebook

    Grüße aus Thüringen

    Ronald Koch

    Antworten

Schreibe einen Kommentar